| Caritas-Qualitätsmanagement
und Zertifizierung nach DIN ISO 9002
In der heutigen Zeit stellen sich für
soziale Einrichtungen - so auch
für den Bereich der stationären Altenhilfe - immer neue
Heraus-
forderungen. Die Anforderungen an die Qualität der zu erbringenden
Leistungen werden nicht zuletzt im Pflegeversicherungsgesetz neu
definiert.
Bei der prozesshaften Einführung des
QM-Systems im Jahr 1997 ging
es zuerst um das vorrangige Ziel, die Zufriedenheit unserer
BewohnerInnen mit den vereinbarten Dienstleistungen zu gewähr-
leisten und um das konsequente Bemühen, die Qualität der
Arbeit
ständig zu verbessern.
Gemeinsam wurden zunächst 15 übergeordnete
Qualitätsziele be-
schrieben und festgelegt.
Übergeordnete Qualitätsziele - Leitbild
In Bezug auf unsere vorrangigen Aufgaben und Absichten und im
Rahmen unserer Qualitätspolitik sollen folgende übergeordneten
Qualitätsziele besondere Beachtung finden:
1. Respektierung der personalen Souveränität
Durch körperliche und geistige Gebrechlichkeit und daraus resultierender
Hilfsbedürftigkeit ist die Selbständigkeit unserer Bewohner
häufig in unterschiedlichem Umfang eingeschränkt. Deshalb
ist es neben der geforderten Achtung jedes Bewohners unabhängig
vom Ansehen der Person ein vordringliches Anliegen, durch Hilfe
zur Selbsthilfe seine personale Souveränität bis zum Tode
zu respektieren. Die Befriedigung der Bedürfnisse unserer Bewohner
nach Sicherheit in der Einrichtung, Geborgenheit im Wohnraum, hochwertiger
Ernährung und gutem Service, nach einwandfreier pflegerischer
Betreuung auf neuestem Stand und nach Wertschätzung durch alle
Mitarbeiter soll zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Der
gesamte personelle, organisatorische und baulich-technische Rahmen
soll die individuelle Entfaltung der Bewohner fördern.
2. Seelsorge und religiöses Leben
Den Bewohnern soll Gelegenheit zur seelsorgerlichen Begleitung angeboten
und der Raum für religiöse Lebensäußerungen
geschaffen werden. So sollen z.B. die Sonn- und kirchlichen Feiertage
im Jahreskreis in der Einrichtung entsprechend ihrer Bedeutung für
die Hausgemeinschaft gestaltet werden.
3. Beteiligung der Angehörigen
Die Angehörigen sind Träger grundlegender und bedeutender
sozialer Beziehungen zu unseren Bewohnern. Der ständige Dialog
mit ihnen gibt uns wichtige Anregungen. Sie sollen sich ebenfalls
in unseren Einrichtungen wohlfühlen und jederzeit willkommen
sein.
4. Förderung der Teilnahme am gesellschaftlichen
Leben
Emotionalen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen unserer
Bewohner soll zunächst Rechnung getragen werden, indem eine
lebendige soziale Kultur in der Einrichtung gelebt wird. Weiterhin
wird der nachbarschaftliche Kontakt im Gemeinwesen gefördert,
und insbesondere in der Fürsorge für viele immobile Bewohner
wird lebendige Kultur in die offene Einrichtung geholt.
5. Transparenz der Organisation
Die Organisation soll allen Beteiligten klare, formelle und effiziente
Kommunikationsstrukturen und eindeutige Orientierungshilfen zur
Verfügung stellen.
6. Flexibilität und Effizienz der Organisation
Die organisatorische Bereitschaft zur sachlichen und qualitativen
Weiterentwicklung der Dienstleistungen soll permanent gewährleistet
sein. Insbesondere soll dies unterstützt werden durch vertrauensvolle
Kooperation und wirksame Kommunikation aller Mitarbeiter durch alle
Ebenen und Abteilungen.
7. Differenzierte Dienstleistungsplanung, -dokumentation
und -berechnung
Alle geplanten und durchgeführten Leistungen sollen transparent
gemacht werden, so daß die jeweilige soziale, pflegerische
und/oder finanzielle Verantwortung der Bewohner, der Angehörigen,
der unterschiedlichen öffentlichen Kostenträger sowie
der Organisation selbst erkennbar wird.
8. Kommunikation und Kooperation mit der Öffentlichkeit
Das Gemeinwesen und das gesellschaftliche Umfeld der Einrichtung
sollen durch die Offenheit und die Existenz der Einrichtungen erfahren,
dass die Bewahrung des Lebens alter, kranker und sterbender Menschen
für jeden von größter Bedeutung ist. Die Einrichtungen
sollen berechenbarer, sicherer und zuverlässiger Partner gegenüber
Gemeinwesen und Kostenträgern bei der Erfüllung des sozialen
Auftrages sein.
9. Umweltschutzgesichtspunkte berücksichtigen
Sämtliche Funktionen der Organisation, die Tätigkeiten
der Mitarbeiter, die Technik und die verwendeten Betriebsmittel
sollen in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit ständig
geprüft und verbessert werden.
10. Qualifikation und persönliche Kompetenz der Mitarbeiter
Die jeweils erforderliche fachliche, soziale und menschliche Qualifikation
unserer Mitarbeiter soll jederzeit sichergestellt und durch geeignete
Maßnahmen gefördert werden.
11. Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter
Unsere Organisation soll dem Mitarbeiter persönlichen Entfaltungsspielraum
gewähren, indem die größtmögliche Handlungskompetenz
in der kleinstmöglichen Organisationseinheit geschaffen wird.
Jeder Mitarbeiter soll eine klar gestellte Aufgabe bekommen, die
ihm bei guter Leistung Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.
In seiner Arbeit sollen im Rahmen der Unternehmenszielsetzungen
auch die eigenen Motive, Fähigkeiten und Gestaltungskräfte
Ausdruck finden. Das Arbeiten im Team, welches die individuellen
Belange jedes Mitarbeiters nach Möglichkeit berücksichtigt,
die räumlichen Bedingungen, die technischen Hilfsmittel und
Arbeitsmittel sollen die bestmögliche Qualität aufweisen.
Unsere Aufgabe und unsere Zielsetzung werden im Rahmen eines christlichen
Menschenbildes bestimmt, wie es insbesondere in der Soziallehre
der Kirche zum Ausdruck kommt. Wir laden alle Mitarbeiter dazu ein,
das Engagement unseres Tuns zu verstehen und miteinander zu teilen.
Ihr Selbstbewusstsein soll durch die Tatsache gestärkt sein,
dass sie gerade Mitarbeiter unserer Einrichtungen sind.
12. Wirtschaftlichkeit als Existenzsicherung
Alle in der Einrichtung verwendeten Materialien und Mittel müssen
ständig auf Kosten
Nutzen – Wechselwirkung überprüft werden. Kontinuierliche
Belegung und regelmäßiges Controlling der Kosten sind
unabdingbare Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit.
Zum Erreichen dieser Ziele sind alle MitarbeiterInnen
der Einrichtung
in unterschiedlicher Art und Weise verpflichtet und verantwortlich.
Die Einführung des QM- Systems fand im Jahr 1999 durch die
Überreichung der Zertifizierungsurkunde seinen ersten erfolgreichen
Abschluss. Durch jährliche
Überwachungsaudits (Begutachtungen) wird die Wirksamkeit des
QM -Systems regelmässig überprüft.
Es finden jährliche Überwachungsaudits statt - die Einrichtung
wird alle 3 Jahre re-zertifiziert. Das nächste Zertifizierungsaudit
findet im April 2008 statt.
Das Qualitätsmanagementsystem bewirkt
eine ständige Kontrolle,
Verbesserung und Weiterentwicklung der Arbeit in unserer
Einrichtung unter möglichst großer Mitwirkung und Beteiligung
der
BewohnerInnen, Angehörigen, Gästen und auch der MitarbeiterInnen.
Sollten Sie Fragen diesbezüglich haben,
senden Sie uns eine E-Mail.
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